Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies. Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Erlass der Dekrete zur Errichtung der Pastoralen Räume und Kirchengemeindeverbände zum 01. Januar 2022

Gegen die am 15. und 16. Dezember von Bischof Dr. Ackermann erlassenen Dekrete kann ab Zustellung innerhalb von 10 Tagen Widerspruch (Rekurs) eingelegt werden und zwar von jedem betroffenen Kirchenmitglied. Rekurs muss gegen jeweils zwei Dekrete eingelegt werden, nämlich gegen die Errichtung des Pastoralen Raums und gegen die Errichtung der neuen Kirchengemeindeverbände.

Die Frist beginnt mit dem Tag nach der Bekanntgabe. Fällt das Fristende auf einen Sonn- oder Feiertag, endet sie erst am folgenden Werktag.

Mögliche Textbausteine:

Gegen die am 15./16. Dezember 2021 (Kenntnisnahme am … Dezember 2021) erlassenen Dekrete zur Errichtung des pastoralen Raumes und des Kirchengemeindeverbandes ……… lege ich hiermit das Rechtsmittel des Rekurses ein.

Da ich nach wie vor der Ansicht bin, dass das Statut zu den neuen Pastoralen Räumen in weiten Teilen geltendem Recht zuwiderläuft, die Aufhebung der Dekanate und die Neuerrichtung der Pastoralen Räume der Eintracht innerhalb unserer Diözese schaden und ich mich durch die Dekrete beschwert fühle, bitte ich Sie hiermit um Rücknahme der genannten Dekrete gem. c. 1734 § 1 CIC/1983.

Zu den Gründen führe ich Folgendes aus:

1. Das „Statut des Pastoralen Raums“ in der Fassung vom 1. Dezember 2021 stimmte nicht mit der zuvor veröffentlichten Fassung überein.

2. Zweifelhaft bleibt ferner die Frage, welche Rolle die Pfarreien im Zusammenspiel des Pastoralen Raumes tatsächlich spielen sollen. Werden sie in ihrer Rechtspersönlichkeit ernstgenommen oder werden sie im Letzten nur als einer von vielen „Orten von Kirche“ wahrgenommen? Welche Position bleibt dem kanonischen Pfarrer? Warum werden künftig keine kanonischen Pfarrer ernannt? Wird das kirchliche Gesetz hier nicht in rechtsmissbräuchlicher Weise umgangen? § 2 Abs. 1 liest sich jedenfalls so, als solle die kanonische Pfarrei den einzelnen Orten von Kirche gleichgestellt werden. Das aber widerspräche dem Geist des Codex von 1983 eindeutig. Wenig einleuchtend ist in diesem Zusammenhang auch die apodiktische Feststellung, dass die kirchlichen Grundvollzüge im Pastoralen Raum besser zur Geltung kämen. Wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Welche Belege können Sie dafür anführen? Wieso sollte es auf übergeordneter Ebene ein feineres Gespür für die Belange der Gläubigen vor Ort geben? Widerspricht diese Aussage nicht sämtlichen Lehrschreiben zur Pfarrei und auch dem in der Kirche erprobten Subsidiaritätsprinzip?

3. Besonders unklar bleibt § 4 des Statutes. Geht das Statut nun von einer absoluten oder einer relativen Gleichrangigkeit innerhalb des Leitungsteams aus? Sofern eine absolute Gleichrangigkeit vorgesehen ist, steht am Ende das für die Pfarrei der Zukunft vorgesehene Modell des Leitungsteams auf dem Plan. Das aber wäre weder im Sinne des universalkirchlichen Gesetzgebers, noch in Einklang mit den Anmerkungen des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte. Die Vorbereitung der Pfarrerkonferenz - wie in § 4 Abs. 1, 1 vorgesehen - einem Laien anzuvertrauen, mutet doch recht seltsam an. Ebenso unverständlich ist, dass Laien die Vertretung gegenüber Bistum, Kommunen und anderen Stellen anvertraut werden soll. Diese ist gem. cc. 529 § 2 und 532 CIC/1983 stets Aufgabe des Pfarrers. Sie wird nicht delegiert. Unklar bleibt auch der rechtlich wenig greifbare Begriff der Zusammenarbeit in „kollegialer Weise“ (§ 4 Abs. 2, 1). Was soll damit gemeint sein? Was bedeutet dies, wenn es um definitive Entscheidungen geht? Kann der Dekan überstimmt werden? Äußerst problematisch liest sich § 4 Abs. 2, 3: Der Pfarrer allein ist „pastor proprius“ der ihm anvertrauten Pfarrei (vgl. c. 515 § 1 CIC/1983). Er allein führt auch die Dienstaufsicht. Der Entwurf des Statutes scheint diesen Grundsatz umgehen zu wollen und den Pfarrer dem Dekan völlig unterordnen zu wollen. Das aber wäre Einfallstor für Zwietracht; widerspricht im Übrigen dem Sinn des Gesetzes. Schließlich verwundert der dem Statut vorangestellte Absatz, in dem es heißt, dass der vorliegende Entwurf „bewusst noch nicht alles“ regeln solle. Aus kirchenrechtlicher Perspektive liest sich dieser erste Satz doch recht merk-, ja fragwürdig. Er zeugt einerseits von einer gewissen Unbeholfenheit des Gesetzgebers, andererseits deutet er darauf hin, dass die Überlegungen zum pastoralen Raum und seiner Funktionsweise bis dato unausgegoren, vage, wenig konkret sind. Im Sinne der Rechtssicherheit und Verlässlichkeit wäre es doch wünschenswert, dass der kirchliche Gesetzgeber sich zum einen im Klaren darüber ist, was genau er zu regeln wünscht, und er zum anderen ein Gesetz verabschiedet, das diesen Namen verdient. Niemandem nützt ein neuerliches Rekursverfahren das die nötige Reform der Trierer Kirche wiederum für Jahre lähmt.

4. Letztlich drängt sich der Verdacht auf, dass die Stellung des Pfarrers weitgehend geschwächt und übrige Kleriker und Mitarbeiter der faktisch uneingeschränkten Leitung des sog. „Leitungsteams“ unterworfen werden sollen. Ein solches Gesetz erinnert an das Rahmengesetz zur „Pfarrei der Zukunft“. In wesentlichen Teilen bleiben die Ausführungen schwammig, geradezu unklar. Juristisch unsauber, trifft das Statut kaum konkrete Anordnungen zu den Befugnissen des Dekans und des Leitungsteams; die Zuständigkeiten von Pastoralem Raum und Pfarrei werden nicht sauber voneinander abgegrenzt; die Bestimmungen zum Rat und zur Synode bleiben mehr als vage. Angesichts der genannten Bedenken bitte ich Sie, Herr Bischof, das Statut zum Pastoralen Raum und die zu Eingang erwähnten Dekrete zurückzunehmen und einer neuerlichen Bearbeitung zu unterziehen, damit, entsprechend der römischen Vorgaben, die Stellung der Pfarreien und der Pfarrer gestärkt werden kann.

Trierer Bischof Ackermann zu Besuch bei Papst Franziskus

Brief der Initiative an die betroffenen Pfarreien/Kirchengemeinden

Anhörung zur vorgesehenen Einrichtung von pastoralen Räumen im Bistum Trier

An die Vorsitzenden der Pfarreienräte der Pfarreien, Pfarrgemeinde-, Kirchengemeinde- und Verwaltungsräte, insbesondere die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte

FRIST: 31.10.2021 (allerdings aufgrund gesetzlicher Regelung 02.11.2021, da Fristende an Sonn- und Feiertagen zum nächsten Werktag führt)

Der beigefügte Entwurf eines ohne Obligo erstellten MUSTERSCHREIBENS ist aktuell für die Pfarreien und Kirchengemeinden wichtig, die zum 01.01.2022 in einen pastoralen Raum (PR) eingegliedert werden sollen.

Das Musterschreiben kann in der rechten Spalter heruntergeladen und individuell bearbeitet werden.

Für alle Übrigen, die erst zum 01.01.2023 in einen PR überführt werden sollen, dient das Musterschreiben zur Vorabinformation ihrer potenziellen künftigen Position.

Sehr geehrte, liebe Mitchristen,

mit Schreiben vom 21.09.2021 hat unser Bischof Dr. Ackermann zur Anhörung wegen der Gründung von PR zum 01.01.2022 aufgerufen.

Unsere Initiative hat in einem umfangreichen Schriftwechsel und in einem ausführlichen Gespräch mit unserem Bischof am 12.07.2021 versucht, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen für den PR zu finden, wobei sich die geweckte Hoffnung leider durch die jetzt vorliegenden, ohnehin nur rudimentären Strukturvorgaben nicht erfüllt hat.

Zudem hat das Bistum über die Folgen aus den gewünschten Fusionen auf Ebene der Pfarreiengemeinschaften bisher nicht hinreichend kommuniziert. Sie werden nämlich zu enormen umsatzsteuerlichen Auswirkungen und erheblichem Verwaltungsaufwand führen. Denn wenn die heutigen Kirchengemeinden, die zu mindestens 90% auch in Zukunft für ihre Aktivitäten keine Umsatzsteuer zahlen müssten, auch auf eine neue Kirchengemeinde fusionieren, werden voraussichtlich alle neuen Kirchengemeinden umsatzsteuerpflichtig mit allen Folgen für Haftung und Verwaltungsaufwand. Auf das Schreiben von Bistumsdirektorin Straus vom 06.09.2021 wird hingewiesen.

Vorgestern jährte sich unsere Protestaktion vor dem Dom in Trier zum dritten Mal und heute ist der Gedenktag des Hl. Papstes Johannes Paul II., an dem wir vor zwei Jahren unsere Klage in Rom eingereicht haben. Wir haben mit der Klage erreicht, dass der Bischof das gesamte Umsetzungsgesetz zur Errichtung der Großpfarreien zurückgenommen hat. Gleichzeitig ist nach unserer Klage die weltweite Instruktion der Kleruskongregation zur rechtlichen Position von Pfarrer, Pfarrei und Kirchengemeinden erlassen worden. Dadurch wurde erreicht, dass für die nächsten fünf Jahre quasi „Bestandsschutz“ gewährleistet ist und alle Pfarreien ihre Gremien im November neu wählen können. Nach jetzigem Stand wird es keine Großpfarreien geben, sondern voraussichtlich 172 Pfarreien mit ihren eigenen Gremien und ihrer eigenen Kirchengemeinde, sofern alle Pfarreien auf ihre jeweiligen Pfarreiengemeinschaft fusionieren werden. Die Position von Pfarrei und Pfarrer wie auch der Kirchengemeinden ist in der Instruktion sehr deutlich rechtlich geklärt und gestärkt worden.

Folglich geht es jetzt darum, dass nicht über die PRdiese Positionen quasi „ausgehöhlt“ oder gar aufgehoben werden.

Selbstverständlich hat sich auch die Initiative immer positiv zur Einrichtung von PR, wie sie auch in der Instruktion der Kleruskongregation am Ende beschrieben werden, eingesetzt, damit in größeren Räumen missionarische Aufbrüche und gemeinsame Aktionen auch im Sinne der Bistumssynode stattfinden können.

Allerdings bedürfen z. B. die Unklarheiten im Personalbereich, im Interesse der Sekretariate und auch der pastoralen Mitarbeitenden bis hin zu Küsterdiensten und Pflegegruppen einer eindeutigen Kompetenzregelung zwischen jeweiligen Pfarrern/Pfarreien und PR.

Dabei kann es auf keinen Fall Standard bleiben, wie es im Moment im Bistum geschieht, dass zur Beendigung einer Vakanz nicht etwa ein Pfarrer nach dem Kirchenrecht als sog. „Pastor proprius“, sondern weiterhin ein „Pfarrverwalter mit dem Titel Pfarrer“ eingesetzt wird, dem die Rechte und Pflichten eines Pastors nach Kirchenrecht überhaupt nicht zukommen und der jederzeit vom Bischof abberufen werden kann.

Deshalb bittet die Initiative um Prüfung des beigefügten Musterschreibens, das auch ergänzt oder geändert werden kann, aber grundsätzlich – ohne Obligo - unmittelbar verwendbar ist, um fristgerecht im Rahmen der Anhörung Stellung zu nehmen.

Sollte das Bistum erneut wie bei der letzten Anhörung zum Umsetzungsgesetz unverändert die vorgesehene Struktur per Dekret umsetzen, obwohl auch noch sehr viele wichtige Fragen völlig offen sind, so könnten und müssten die jeweiligen Gremien der Pfarrei, aber u. E. auch jeder Katholik des Bistums Trier dagegen innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnis des Dekrets gegenüber dem Bischof remonstrieren durch Einspruch und Beschwerde. Sollte danach das Dekret nicht geändert werden, so bliebe leider nur erneut eine Klage vor der Kleruskongregation in Rom.

Die Einzelheiten des Verfahrens können Sie künftig auch auf unserer Webseite www.kirchengemeinde-vor-ort.de jeweils verfolgen und Mustervorlagen herunterladen.

Wir bitten die jeweiligen Vorsitzenden und Stellvertreter der sich neu konstituierenden Gremien, uns ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer mitzuteilen.

Liebe Mitchristen, wir wünschen eingedenk dieser Corona-Zeit viel Erfolg für die Neubelebung und insgesamt die Neuevangelisierung unserer Menschen im Bistum Trier, hoffen auf gute Gremienwahlen und beten für eine vielleicht doch noch mögliche gemeinsame konstruktive Lösung für die pastoralen Räume.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Initiative Kirchengemeinde vor Ort

Dr. Harald Cronauer

- Sprecher -

sowie als weitere Vertreter für die Initiative Kirchengemeinde vor Ort

Helmut Baltes                     Reinhard Biringer                Helmut Dellwing           Hans-Peter Hofmann

Marcus Jung                  Johannes Junk                    Paul Kaiser                  Rudolf Kiefer

Siegfried Klemm             Richard Lux                    Peter Meyer             Manfred Stegmann                                     

 

Josef Stöber                   Johann Thomas                   Dr. Werner Wirz 

Hochwasserkatastrophe im Juli 2021

Auf Initiative der Internetredaktion des Bistums Trier wird auf die folgenden Links für Hilfesuchende und Unterstützer hingewiesen:

www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/

www.t1p.de/hochwasser-hilfe

https://www.facebook.com/groups/536218636961875

www.bistum-trier.de/fuerbitten/

Spendenkonto

Diese Spendenkonten sind zur Nothilfe eingerichtet:

"Hochwasser 2021“ Hilfskonto von Bistum und Caritas
IBAN:  DE43 3706 0193 3000 6661 21
BIC: GENODED1PAX

Spendenkonto Caritas Stiftung Menschen in Not
IBAN: DE43 3706 0193 3017 0010 18
BIC: GENODED1PAX

Bistum und Diözesan-Caritasverband haben zusammen mit der Stiftung Menschen in Not als Grundstock 50.000 Euro dort bereitgestellt. Das Bistum Mainz und der Caritasverband der Diözese Mainz haben zusammen mit der Ketteler-Stiftung in Mainz weitere 35.000 Euro bereitgestellt. Danke für dieses Zeichen der Solidarität!

 

Gespräch am 12. Juli 2021: Vertreter der Initiative mit Bischof Dr. Stephan Ackermann

Neue Nachrichten zur Bistumsreform

Briefe an Bischof Dr. Stephan Ackermann am 29. März 2021 und am 12. Mai 2021

 

 

Brief mit Anlagen als PDF-Dateien siehe rechte Spalte!

Die Antwort von Bischof Dr. Stephan Ackermann vom 29.04.2021 ist veröffentlicht unter:

https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/sondierungsphase-pfarreifusion/