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Trierer Bischof Ackermann zu Besuch bei Papst Franziskus

Brief der Initiative an die betroffenen Pfarreien/Kirchengemeinden

Anhörung zur vorgesehenen Einrichtung von pastoralen Räumen im Bistum Trier

An die Vorsitzenden der Pfarreienräte der Pfarreien, Pfarrgemeinde-, Kirchengemeinde- und Verwaltungsräte, insbesondere die stellvertretenden Vorsitzenden der Verwaltungsräte

FRIST: 31.10.2021 (allerdings aufgrund gesetzlicher Regelung 02.11.2021, da Fristende an Sonn- und Feiertagen zum nächsten Werktag führt)

Der beigefügte Entwurf eines ohne Obligo erstellten MUSTERSCHREIBENS ist aktuell für die Pfarreien und Kirchengemeinden wichtig, die zum 01.01.2022 in einen pastoralen Raum (PR) eingegliedert werden sollen.

Das Musterschreiben kann in der rechten Spalter heruntergeladen und individuell bearbeitet werden.

Für alle Übrigen, die erst zum 01.01.2023 in einen PR überführt werden sollen, dient das Musterschreiben zur Vorabinformation ihrer potenziellen künftigen Position.

Sehr geehrte, liebe Mitchristen,

mit Schreiben vom 21.09.2021 hat unser Bischof Dr. Ackermann zur Anhörung wegen der Gründung von PR zum 01.01.2022 aufgerufen.

Unsere Initiative hat in einem umfangreichen Schriftwechsel und in einem ausführlichen Gespräch mit unserem Bischof am 12.07.2021 versucht, gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen für den PR zu finden, wobei sich die geweckte Hoffnung leider durch die jetzt vorliegenden, ohnehin nur rudimentären Strukturvorgaben nicht erfüllt hat.

Zudem hat das Bistum über die Folgen aus den gewünschten Fusionen auf Ebene der Pfarreiengemeinschaften bisher nicht hinreichend kommuniziert. Sie werden nämlich zu enormen umsatzsteuerlichen Auswirkungen und erheblichem Verwaltungsaufwand führen. Denn wenn die heutigen Kirchengemeinden, die zu mindestens 90% auch in Zukunft für ihre Aktivitäten keine Umsatzsteuer zahlen müssten, auch auf eine neue Kirchengemeinde fusionieren, werden voraussichtlich alle neuen Kirchengemeinden umsatzsteuerpflichtig mit allen Folgen für Haftung und Verwaltungsaufwand. Auf das Schreiben von Bistumsdirektorin Straus vom 06.09.2021 wird hingewiesen.

Vorgestern jährte sich unsere Protestaktion vor dem Dom in Trier zum dritten Mal und heute ist der Gedenktag des Hl. Papstes Johannes Paul II., an dem wir vor zwei Jahren unsere Klage in Rom eingereicht haben. Wir haben mit der Klage erreicht, dass der Bischof das gesamte Umsetzungsgesetz zur Errichtung der Großpfarreien zurückgenommen hat. Gleichzeitig ist nach unserer Klage die weltweite Instruktion der Kleruskongregation zur rechtlichen Position von Pfarrer, Pfarrei und Kirchengemeinden erlassen worden. Dadurch wurde erreicht, dass für die nächsten fünf Jahre quasi „Bestandsschutz“ gewährleistet ist und alle Pfarreien ihre Gremien im November neu wählen können. Nach jetzigem Stand wird es keine Großpfarreien geben, sondern voraussichtlich 172 Pfarreien mit ihren eigenen Gremien und ihrer eigenen Kirchengemeinde, sofern alle Pfarreien auf ihre jeweiligen Pfarreiengemeinschaft fusionieren werden. Die Position von Pfarrei und Pfarrer wie auch der Kirchengemeinden ist in der Instruktion sehr deutlich rechtlich geklärt und gestärkt worden.

Folglich geht es jetzt darum, dass nicht über die PRdiese Positionen quasi „ausgehöhlt“ oder gar aufgehoben werden.

Selbstverständlich hat sich auch die Initiative immer positiv zur Einrichtung von PR, wie sie auch in der Instruktion der Kleruskongregation am Ende beschrieben werden, eingesetzt, damit in größeren Räumen missionarische Aufbrüche und gemeinsame Aktionen auch im Sinne der Bistumssynode stattfinden können.

Allerdings bedürfen z. B. die Unklarheiten im Personalbereich, im Interesse der Sekretariate und auch der pastoralen Mitarbeitenden bis hin zu Küsterdiensten und Pflegegruppen einer eindeutigen Kompetenzregelung zwischen jeweiligen Pfarrern/Pfarreien und PR.

Dabei kann es auf keinen Fall Standard bleiben, wie es im Moment im Bistum geschieht, dass zur Beendigung einer Vakanz nicht etwa ein Pfarrer nach dem Kirchenrecht als sog. „Pastor proprius“, sondern weiterhin ein „Pfarrverwalter mit dem Titel Pfarrer“ eingesetzt wird, dem die Rechte und Pflichten eines Pastors nach Kirchenrecht überhaupt nicht zukommen und der jederzeit vom Bischof abberufen werden kann.

Deshalb bittet die Initiative um Prüfung des beigefügten Musterschreibens, das auch ergänzt oder geändert werden kann, aber grundsätzlich – ohne Obligo - unmittelbar verwendbar ist, um fristgerecht im Rahmen der Anhörung Stellung zu nehmen.

Sollte das Bistum erneut wie bei der letzten Anhörung zum Umsetzungsgesetz unverändert die vorgesehene Struktur per Dekret umsetzen, obwohl auch noch sehr viele wichtige Fragen völlig offen sind, so könnten und müssten die jeweiligen Gremien der Pfarrei, aber u. E. auch jeder Katholik des Bistums Trier dagegen innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnis des Dekrets gegenüber dem Bischof remonstrieren durch Einspruch und Beschwerde. Sollte danach das Dekret nicht geändert werden, so bliebe leider nur erneut eine Klage vor der Kleruskongregation in Rom.

Die Einzelheiten des Verfahrens können Sie künftig auch auf unserer Webseite www.kirchengemeinde-vor-ort.de jeweils verfolgen und Mustervorlagen herunterladen.

Wir bitten die jeweiligen Vorsitzenden und Stellvertreter der sich neu konstituierenden Gremien, uns ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer mitzuteilen.

Liebe Mitchristen, wir wünschen eingedenk dieser Corona-Zeit viel Erfolg für die Neubelebung und insgesamt die Neuevangelisierung unserer Menschen im Bistum Trier, hoffen auf gute Gremienwahlen und beten für eine vielleicht doch noch mögliche gemeinsame konstruktive Lösung für die pastoralen Räume.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Initiative Kirchengemeinde vor Ort

Dr. Harald Cronauer

- Sprecher -

sowie als weitere Vertreter für die Initiative Kirchengemeinde vor Ort

Helmut Baltes                     Reinhard Biringer                Helmut Dellwing           Hans-Peter Hofmann

Marcus Jung                  Johannes Junk                    Paul Kaiser                  Rudolf Kiefer

Siegfried Klemm             Richard Lux                    Peter Meyer             Manfred Stegmann                                     

 

Josef Stöber                   Johann Thomas                   Dr. Werner Wirz 

Hochwasserkatastrophe im Juli 2021

Auf Initiative der Internetredaktion des Bistums Trier wird auf die folgenden Links für Hilfesuchende und Unterstützer hingewiesen:

www.dasein.bistum-trier.de/handeln/hochwasser/

www.t1p.de/hochwasser-hilfe

https://www.facebook.com/groups/536218636961875

www.bistum-trier.de/fuerbitten/

Spendenkonto

Diese Spendenkonten sind zur Nothilfe eingerichtet:

"Hochwasser 2021“ Hilfskonto von Bistum und Caritas
IBAN:  DE43 3706 0193 3000 6661 21
BIC: GENODED1PAX

Spendenkonto Caritas Stiftung Menschen in Not
IBAN: DE43 3706 0193 3017 0010 18
BIC: GENODED1PAX

Bistum und Diözesan-Caritasverband haben zusammen mit der Stiftung Menschen in Not als Grundstock 50.000 Euro dort bereitgestellt. Das Bistum Mainz und der Caritasverband der Diözese Mainz haben zusammen mit der Ketteler-Stiftung in Mainz weitere 35.000 Euro bereitgestellt. Danke für dieses Zeichen der Solidarität!

 

Gespräch am 12. Juli 2021: Vertreter der Initiative mit Bischof Dr. Stephan Ackermann

Neue Nachrichten zur Bistumsreform

Briefe an Bischof Dr. Stephan Ackermann am 29. März 2021 und am 12. Mai 2021

 

 

Brief mit Anlagen als PDF-Dateien siehe rechte Spalte!

Die Antwort von Bischof Dr. Stephan Ackermann vom 29.04.2021 ist veröffentlicht unter:

https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/sondierungsphase-pfarreifusion/