Nach der Synode im Bistum Trier:

Initiative "Kirchengemeinde vor Ort"

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir freuen uns über Ihr Interesse an der Initiative "Kirchengemeinde vor Ort", die im Rahmen des Umsetzungs-Prozesses der Beschlüsse der Trierer Bistums-Synode als private und ehrenamtliche Initiative entstanden ist. Inzwischen haben sich von den (noch bestehenden) 887 Gemeinden im Bistum über 300 Gemeinden unserer Initiative angeschlossen, also mehr als ein Drittel! An dieser Stelle danken wir für Ihr bereits entgegen gebrachtes Vertrauen in unsere ehrenamtliche Tätigkeit.

Trotz tausender Stimmen aus den Gemeinden, von Theologie-Professoren und Priestern und trotz der vom Bistum durchgeführten Anhörung, in welcher sich die Mehrheit gegen die geplante Strukturreform zum 1.1.2020 ausgesprochen haben, rückt das Bistum von der Umsetzung der undifferenzierten Auflösung aller 887 Gemeinden und deren undifferenzierter Umstrukturierung zu 35 XXL-Pfarreien mit bis zu 100.000 Gläubige in einer Pfarrei nicht ab. Bereits während (!) des laufenden Anhörungsverfahrens hat Generalvikar Dr. Ulrich Graf v. Plettenberg mit Schreiben vom 28. Mai 2019 verkündet: „Die Zusammenlegung der Pfarreien ist bereits beschlossen. Eine grundsätzliche Infragestellung der geplanten strukturellen Umsetzungen ist nicht mehr vorgesehen.“

Wir beobachten überall und zunehmend: Diese Strukturreform spaltet das Bistum, die Priesterschaft, zahlreiche einzelne Gemeinden und letztlich uns Katholiken. Unzählige Mitchristen haben bereits angekündigt, ihr ehrenamtliches Engagement wegen der Strukturreform zum 1.1.2020 einzustellen, wenn nicht gar der Kirche den Rücken zu kehren. Entfremdung, Vertrauensverlust und die Frage „wozu leisten wir noch Kirchensteuer“ sind vielfach genannte Begründungen.

Falls Sie sich mit den „Fakten“ der Strukturreform noch nicht eingehender beschäftigt haben, so können Sie diese (siehe rechte Spalte) nachlesen.

Unter "Bedenken" (siehe rechts) lesen Sie die von uns aus zahlreichen Briefen, Gesprächen und im Rahmen der Anhörung uns zugetragenen Bedenken, die in den uns vorliegenden Rückmeldungen in fast allen Fällen zu einer Ablehnung der Strukturreform führen.

Eine Pressemeldung der Initiative zu der bistumsseits durchgeführten Anhörung nebst Auswertungen des PRAGMA-Instituts ist ebenfalls rechts nachzulasen.

Trotz des für das Bistum im Rahmen der Anhörung verheerenden Ergebnisses der überwiegenden Ablehnung hat der Bischof von Trier nunmehr angekündigt, das im Entwurf vorliegende Gesetz Mitte Oktober 2019 zu erlassen. Welche erheblichen Schwachstellen der Gesetzes-Entwurf rechtlich, tatsächlich, theologisch und damit für die Zukunft unserer Kirche hat, lesen Sie unter "Gesetzesanalyse".
Hinzu kommt zu alledem, dass das Bistum im Rahmen der Kommunikation und Information zahlreiche Widersprüche hat erkennen lassen. Wer noch nicht genug an EinBlicken hat, kann sich dieser Zusammenfassung hier (unter "Widersprüche") annehmen.

Wenn Sie unsere Initiative unterstützen wollen, freuen wir uns sehr über Ihre Rückmeldung, bitte Sie aber bereits an dieser Stelle um Verständnis, wenn wir nicht – mehr – jede der unzähligen Rückmeldungen beantworten können. Dennoch ist uns Ihre Meinung, die selbstverständlich vertraulich/anonymisiert behandelt wird, sehr wichtig! Gern können Sie auch Mitglied unseres inzwischen gegründeten gemeinnützigen Vereins werden. Schreiben Sie uns in vorgenannten Fällen bitte eine Mail an initiative-kirchengemeinde(at)gmx.de.

Denken Sie daran: Jede Stimme ist wichtig. Für eine gute Zukunft unserer Kirche.

Wir danken für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement.

Wichtiger Hinweis: Bitte unterstützen Sie uns auch auf unserer Facebook-Seite:

Protest gegen die Strukturreform - 5 vor 12 !!!